DOG FITNESS MANUFAKTUR

Konsequent durchdacht

Wissenswertes

Rezeptoren

Rezeptoren haben die Aufgabe, Informationen über die Vorgänge innerhalb des

Organismus (z. B. der Muskeltonus und die Gliedmaßenstellung) sowie die hiermit

zusammenhängenden Vorgänge der Außenwelt (z. B. die Temperatur und die

Beschaffenheit berührter Gegenstände und der umgebenden Umwelt etc.) an das

zentrale Nervensystem, also an das Rückenmark sowie das Gehirn, weiterzuleiten.

 

Propriorezeptoren

leiten die Information hinsichtlich der Tiefensensibilität und der Stellungs- und/oder Bewegungswahrnehmung des Körpers im Raum an das ZNS weiter

 

Propriozeptives Training (Propriozeptionstraining)

Durch dieses Training werden insbesondere Muskeln angesprochen, die sowohl die Stabilität, Statik und die Bewegungsschnelligkeit verbessern. Diese Muskeln bezeichnet man als Stabilisatoren. So sind zum Beispiel die tiefen kleinen Rückenmuskeln und der schräge Bauchmuskel wichtige Stabilisatoren für die Wirbelsäule. Bei diesen Übungen werden auch alle Stabilisatoren der Extremitätengelenke angesprochen.

Ob in der Phase der Rehabilitation oder der Vorsorge, das propriozeptive Training hat eine positive Wirkung. Das Verletzungsrisiko von stabilen Gelenken ist geringer als von instabilen Gelenken. Nur eine gute neuromuskuläre Gelenkkontrolle schützt die Gelenke unserer Hunde vor Überlastung und Verletzungen. Durch das propriozeptive Training soll eine Wirkung auf die Gleichgewichtsstörung des Tieres erfolgen, so dass dieses Gleichgewicht reflexartig reguliert wird.

Das propriozeptive Training sollte mehrmals täglich in kurzen Einheiten durchgeführt werden. Die Dauer der einzelnen Übungssequenzen hängt vom Alter und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Hundes ab und sollte nicht länger als 2 bis 5 Minuten betragen. Entscheidend für eine wirkungsvolle Propriozeption ist die einzelnen Übungseinheiten kurz zu halten.

Neben der Propriozeption wird auch die Koordination geschult und somit gefördert. Außerdem wird die Fähigkeit zur Gewichtsverlagerung und zur Muskelkontraktion gefördert sowie das Gleichgewicht und die Gliedmaßenfunktion verbessert. Ein weiterer positiver Effekt des Trainings ist der beschleunigte Muskelaufbau, bei Reha Patienten der begünstigte Abtransport von Wundschwellungen und Flüssigkeitsansammlungen und als positiver Nebeneffekt das Herz-Kreislaufsystem angeregt.

Auch auf die Psyche des Hundes sowie des Halters hat das propriozeptive Training eine positive Wirkung. So wird z. B. die Mensch-Tier-Beziehung gefördert und gestärkt. Mensch wie auch Tier beginnen aufgrund der kleinen Fortschritte bei jeder erfolgreichen Trainingseinheit positiv zu denken. Propriozeptives Training verspricht also bereits im Welpenalter nicht nur den Erfolg der körperlichen Förderung zur Fitness, sondern ist mitunter ein Training, welches ein lebenswichtiges Vertrauen und die Basis einer stabilen Beziehung bilden.